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Taraxacum officinale, der Löwenzahn, die Pusteblume (Tarax.)
Gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), Vorkommen weltweit
GEMÜT:
Der Löwenzahn, eine Pflanze die jeder kennt und welche sich auch gut im Salat macht, ruft in homöopathisch aufgearbeiteter Form auf geistiger Ebene Gereiztheit und Zorn hervor.
Die PatientInnen, die Taraxacum für ihre körperlichen Beschwerden benötigen, neigen zu Ärger und depressiver Melancholie.
Daher ist die Galle auch einer der Hauptwirkungsorte von Taraxacum, da den PatientInnen bei Ärger und Wut sprichwörtlich "die Galle hochkommt".
KÖRPERLICH:
Taraxacum entfaltet seine größte Wirkung im Gastrointestinaltrakt, häufig einhergehend mit Gelbsucht durch Leber- und Gallenbeschwerden.
Während der Kopfschmerzen fühlt sich der Kopf sehr heiß an und jede Berührung im Nackenbereich ist schmerzhaft. Häufig treten die Kopfschmerzen in Verbindung mit Magen-Darm-Beschwerden auf.
Ein charakteristisches Symptom ist die Landkartenzunge (vgl. Natrium muriaticum). Während einer Erkrankung fühlt sich der Rachen wie wund und roh an und ist stark gerötet. Die PatientInnen haben die ganze Zeit einen unangenehm bitteren Geschmack im Mund. Zudem müssen sie ständig aufstoßen.
Typisch ist während der Erkrankung die starke Abneigung gegen Essen. Die PatientInnen, die Taraxacum benötigen, haben einfach keinen Hunger.
Der Bauch scheint aufgetrieben und unangenehm verhärtet zu sein, besonders im rechten Oberbauch, wo die Leber gelegen ist. In den Därmen der PatientInnen scheint viel Gas zu sein. Immer wieder kollert und gluckert es im Bauch, als würden Gasblasen dort herumgluckern. Dabei können auch heftige, stechende Schmerzen in der linken Flanke auftreten, welche deutlich schlimmer werden, wenn die PatientInnen sich bewegen und das Gas noch in Schwung bringen.
Blähungen und Verstopfungen sind typisch. Durch das viele Gas im Darm ist der Stuhlgang erschwert.
Außerdem sind Taraxacum-PatientInnen extrem schwach, sehr unruhig und sie haben das Bedürfnis, Arme und Beine immer in Bewegung zu halten. Hände und Füße fühlen sich sehr kalt an.
Rheumatische Schmerzen in den Gelenken sind ebenfalls typische Beschwerden. Massieren und Druck auf die Gelenke tut dabei gut. Leichte Berührungen werden allerdings nicht vertragen, denn dadurch werden die Schmerzen nur noch intensiver empfunden.
ALLGEMEIN:
Taraxacum-PatientInnen sind trotz kalter Extremitäten eher schwitzige PatientInnen. Besonders in der Nacht, wenn sie sich niederlegen, bricht der Schweiß aus. Im Fieber frieren sie dafür vermehrt, besonders wenn sie Nahrung zu sich genommen haben.
Die Beschwerden verschlimmern sich durch leichte Berührung, durch Ruhe und Niederlegen und durch langes Sitzen. Ebenso verschlimmert sich die Situation durch Getränke, Kälte und durch Stress.
Besserung hingegen bringt sanfter Druck.
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